Leistungen

Unterstützung

Ich unterstütze Sie, indem Sie  die Prozessgestaltung der Konfliktbearbeitung an mich delegieren. 


Aufbau

Ich mache nicht „nur“ ein Konzept, sondern ich unterstütze und begleite Sie beim Aufbau eines individuellen Konfliktmanagementsystems (KMS), um unnötige Konflikte und daraus resultierende Kosten bereits im Vorfeld zu vermeiden.


Schulung

Ich schule Sie in speziellen Workshops, um mediative Führungskompetenzen in Ihr Führungsverhalten zu integrieren, und um so Ihre Sozialkompetenz weiter erfolgreich auszubauen.


Beratung

Ich berate Sie, wenn Sie im beruflichen und/oder privaten Umfeld Unterstützung im Konfliktfall benötigen. Aber auch dann, wenn Sie ganz allgemein Ihre Fähigkeiten im Umgang mit schwierigen zwischenmenschlichen Beziehungen verbessern möchten.


Information

Ich informiere Sie durch spezielle Fachvorträge zum Thema Konfliktkosten im Unternehmen (was sind Konfliktkosten, wie hoch sind diese, und wie können diese vermieden werden?)
Sie werden sensibilisiert, um zukünftig (Konflikt-) Kosten einzusparen.



Hier symptomatische Fälle aus der Praxis

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Vorwort
„Kann denn der Chef oder die Chefin den Konflikt nicht selbst lösen?“
fragen kritische MitarbeiterInnen, wenn ein externer Wirtschaftsmediator in das Unternehmen kommt. Diese Frage erscheint plausibel, und dennoch hat es viele Vorteile.
Externe Wirtschaftsmediatoren sind neutral, verfügen über keine Beziehungen innerhalb des Unternehmens und verfolgen dort auch keine internen Karrierepläne. Neben einer Deeskalation der jeweiligen Konfliktsituation bringt die Mediation Lerneffekte in die Unternehmens- und Konfliktlösungskultur, weil aus jeder Mediation ein Erfahrungswert für ähnlich nachgelagerte Herausforderungen abzuleiten ist.

Schwierige Konfliktsituationen im Führungsalltag entstehen durch Budgetkürzungen, verzögerte Projekte, menschliches Fehlverhalten oder im Raum stehende Kündigungen. Druck, Verunsicherung und Ängste lassen Informationsflüsse und die interne Kommunikation ins Stocken geraten. Eine erfolgreiche Führungskraft, die den Zusammenhalt im Team stärken und bestehende Konflikte beseitigen möchte, bezeichnet seine Intervention in der Praxis selten als klassisches Mediationsverfahren, sondern z.B. als Teambuildings-Maßnahme.

Praxisfall / Mediation vor der arbeitsrechtlichen Kündigung

Manuell Müller gehört seit vielen Jahren zur Stammmanschaft im Unternehmen. Auf Grund eines Kalkulationsfehlers gerät er in einen Konflikt mit seinem neuen Kollegen Horst Henning. Beide Kollegen schieben sich gegenseitig die Schuld zu, kommunizieren jedoch nicht auf direktem persönlichen Wege, sondern auschliesslich per E-Mail. Manuell Müller ärgert sich masslos über seinen neuen und unerfahrenen Kollegen Horst Henning. Dies geht soweit, dass Manuell Müller das Fehlverhalten seines Kollegen sogar einem Top-Kunden erzählt.
Die Geschäftsleitung erfährt davon und informiert den direkten Fachvorgesetzten von Herrn Müller. Dieser Fachvorgesetzte stellt seinen langjährigen Mitarbeiter Müller zur Rede. Aber anstatt sich für Weitergabe von Internas an den Top-Kunden zu entschuldigen, kritisiert er das Führungsverhalten seines Fachvorgesetzten. Alle zukünftigen Gespräche zwischen Führung und Herrn Müller verlaufen destruktiv. Unbeteiligte Dritte (KollegenInnen von Herrn Müller, Kunden und Lieferanten) werden zunehmend mit dem bestehenden Konflikt belastet.
Die Geschäftsführung droht Herrn Müller mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen bis hin zur Kündigung. Um ihm (auf Grund seiner langen Zugehörigkeit) eine letzte Chance auf Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses und Klärung des Konfliktes einzuräumen, beauftragt die Geschäftsführung eine Wirtschaftsmediation. Herr Müller nimmt das Angebot zögerlich an und erhält im Vorfeld die notwendige Informationen. In dieser Mediation zeigen beide Herren Müller und Henning Willen zu Kooperation und bedauern den eskalierenden Konfliktverlauf. Im Ergebnis ist der Fehler analysiert und man einigt sich auf ein abgestimmtes Vorgehen, sollte sich die Situation nochmals wiederholen.

In der 2. Mediation nehmen Herr Müller und sein direkter Fachvorgesetzter teil. Das Vertrauensverhältnis zwischen ihnen ist schwer angeschlagen. Im Laufe des Gesprächs kristallisiert sich heraus, dass eine Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses nicht mehr vorstellbar ist. Beide Parteien einigen sich letztendlich auf eine einvernehmliche Auflösung (Aufhebungsvertrag) und eine für beide akzeptable finanzielle Lösung (Abfindung, Outplacement-Beratung).

Ohne Mediation hätte Herr Müller laut seiner Aussage den Klageweg beschritten („ich habe eine gute Berufs-Rechtsschutzversicherung und muss für den Klageweg eh nichts bezahlen…“)
Die Geschäftsführung hätte bei Unterliegen vor Gericht vermutlich Mehrkosten sowie einen möglichen Imageverlust als attraktiver Arbeitgeber und Negativwerbung in Kauf nehmen müssen.

Fazit:
Mitarbeiterführung braucht Zeit für Gespräche und Zusammenarbeit. Dies sind wichtige Lernprozesse für Führungskräfte und Unternehmen. Je früher Führungskräfte in ihre eigene Konfliktlösungskompetenz gestärkt werden und Halb- bzw. Unwissen beseitigt werden, desto kürzer ein potenzieller Konflikt. Herausfordernde Situationen werden in der Praxis meines Erachtens zu schnell und zu pauschal als „unveränderbar“ und „war schon immer so“ eingestuft.
Aussagen wie „Charakter, die einfach nicht zueinander passen oder „die Chemie passt einfach nicht“, nähern den Konflikt.
Wer hingegen rechtzeitig Gegenmassnahmen ergreift, spart Zeit, Nerven und Personal-, Gerichtsund Anwaltskosten. Unternehmen, die ihren Führungskräften in dieser Hinsicht Unterstützung anbieten, schaffen somit ein motivierendes Lernumfeld, das dem Unternehmen insgesamt dienlich ist.

 

Der Fall: schnell handeln, der Aufhebungsvertrag

Eine Angestellte erhielt eine betriebsbedingte Kündigung, weil der größte Kunde ihres Arbeitgebers die Vertragsbeziehung beendet hatte. Die gekündigte Angestellte war zuversichtlich, schnell eine andere Arbeitsstelle zu finden und wünschte sich eine Abfindung, um die Zeit besser überbrücken zu können. Problematisch war hier die dreiwöchige Frist, in der der Aufhebungsvertrag unterschrieben sein musste, weil die Arbeitnehmerin danach keine Möglichkeit mehr gehabt hätte, eine Kündigungsschutzklage zu erheben.

Die Lösung:
Die Konfliktparteien verhandelten über einen Mediator die Höhe der Abfindung und konnten sich innerhalb der dreiwöchigen Frist einigen und den Aufhebungsvertrag unterzeichnen. Dieser Fall verdeutlicht, dass auch Konflikte mit laufenden Fristen, insbesondere Kündigungen mithilfe einer Mediation geklärt werden können.

Ich biete neben

  • der telefonischen Mediation (ShuttleMediation)
  • die Präsenzmediation (gemeinsames Vor-Ort-Gespräch aller Beteiligten)
  • und die E-Mail-Mediation
  • aber auch Mischformen daraus an

In den meisten Fällen kann ein Streit bereits am Telefon beigelegt werden. Derzeit dauert die telefonische Mediation durchschnitt lich etwa 17 Tage. Die Konfliktlösung durch andere Mediationsformen währt auch nur wenige Tage.

Diese Rechtsstreitigkeiten haben gute Chancen bei einer Mediation gelöst zu werden:

  • Streit
    mit Mietern, Vermietern, Nachbarn, Handwerkern, Werkstätten, Firmen
  • Konflikte
    im Job zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern, Mitarbeitern und Vorgesetzten
  • Probleme
    aus Verträgen, Privatdarlehen, Immobilienkauf, Möbel, Autokauf und sonstige Kaufverträge

(Die Namen der Teilnehmer wurden verändert)

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